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Chronik

 

 

 

 
     
1993 
 

In einer Regierungserklärung verkündete der damalige Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Hans Zehetmair, dass der Bau der Pinakothek der Moderne nicht finanzierbar wäre, es sei denn 10 % der Bausumme würden durch private Fördermittel gesammelt.

Kunstbegeisterte Bürgerinnen und Bürger schließen sich daraufhin zu einer Bürgerbewegung zusammen, um den lange gewünschten Museumsneubau doch noch zu ermöglichen.

Eine Initiativspende der Theo Wormland-Stiftung und ihres Geschäftsführers Dr. Hartwig Garnerus in Höhe von 1 Millionen DM verleihen der Bewegung ein stabiles Fundament und starke Argumente in den kommenden Verhandlungen mit der Staatsregierung. Die Spende ist gebunden an ein klares Bekenntnis der Regierung: Bis 1994 muss sie die Summe benennen, die sie für den Bau des Museums aus Spenden benötigt und einen Termin für den Baubeginn bekannt geben

 

 

 

 
     
1994 
 

Gründung der Stiftung Pinakothek der Moderne durch Rolf Becker, Dr. Hartwig Garnerus, Dr. Johann Georg Prinz von Hohenzollern, Dr. Manfred Scholz und Friedrich Carl Rein. Ihr erklärtes Ziel: 10% der Bausumme – also 20 Millionen DM –  durch Spenden zusammenzutragen.

Im Herbst findet die erste Kuratoriumssitzung der Stiftung statt. Der Betrag von 20 Millionen DM wird noch einmal bestätigt. Man ist sich darüber im Klaren, dass die versprochene Summe nur mit modernen Mitteln der Spendenakquise und Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen sein wird.

Aus der Bürgerbewegung formiert sich der Freundeskreis der Stiftung Pinakothek der Moderne.

Die Allianz bringt die Aktion durch eine großzügige Anschubspende in Höhe von 1 Millionen DM ins Rollen. Darüber hinaus stellt sie Büroräume für die Geschäftsführung der Stiftung Pinakothek der Moderne zur Verfügung.

Der Fernsehsender Pro7 übernimmt die Kosten für Kommunikation in Höhe von 2.000 DM monatlich.

 
Pinakothek der Moderne - Kampagne 1994

 

 

Unter dem Signet п wird eine breit angelegte Werbekampagne gestartet. Die Kreiszahl steht für die Vereinigung aller gesellschaftlichen Gruppen mit dem gemeinsamen Ziel, den Bau der Pinakothek der Moderne zu ermöglichen.

 

     
     
1995 
 

Bereits ein Jahr nach Gründung der Stiftung Pinakothek der Moderne wird die 15-Millionen-Marke überschritten. Was zu Beginn der Aktion nahezu unmöglich erschien, wird nun vorstellbar.

Der Großteil der Summe wird von den Mitgliedern des Kuratoriums selbst aufgebracht. Allein 10 Millionen DM kommen aus Spenden in einer Höhe von über 500.000 bis 2 Millionen DM. Weitere sechs Spenden in einer Höhe von 100.000 bis 500.000 DM lassen den Bau in greifbare Nähe rücken.

Gerade die Spenden im mittleren Bereich von ca. 1.000 bis 5.000 DM und die unzähligen kleinen Spenden zeigen aber, dass der Bau der Pinakothek der Moderne nicht nur eine Vision einiger weniger wohlhabender Münchner ist, sondern von einer breiten Basis der Münchner Gesellschaft getragen wird.

Mit vielen originellen Aktionen tragen die Mitglieder des Freundeskreises dazu bei, dass nahezu alle Münchner Bürger den Bau der Pinakothek der Moderne unterstützen.

Der Verkauf von п-Nadeln und Telefonkarten mit Motiven aus den vier Sammlungen bringt zusammen 55.000 DM. Die 10- und 20-DM-Spenden aus einer Spendenaktion der tz bringen insgesamt sogar 70.000 Mark.

 

 

 

 
     
1996 
 

Am 9. September findet im Rahmen eines feierlichen Aktes der erste Spatenstich durch Kultusminister Zehetmair für den Bau der Pinakothek der Moderne statt.

 
Detlev v.d. Burg und Hans Zehetmair
Detlev v. d. Burg, Hans Zehetmair
 

Pinakothek der Moderne - 9.11.1996 Spatenstich durch Kultusminister Zehetmair

 

 

 

 
     
1997 
 

Die Stiftung Pinakothek der Moderne erreicht ihr ehrgeiziges Ziel: 20 Millionen DM an Spendengeldern sind in einer beispiellosen Aktion, die alle gesellschaftlichen Gruppen mit einschloss, zusammengetragen worden. Die Pinakothek der Moderne wird das erste Museum für Bürger von Bürgern sein.

 

 

 

 
     

1998 

Pinakothek der Moderne - Richtfest 1998

 

Bereits zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich findet am 16. Juli 1998 das Richtfest der Pinakothek der Moderne statt.

Schon im Vorfeld des Richtfestes wird deutlich, dass die Bausumme von 200 Millionen Mark zu eng kalkuliert war. Weder in ästhetischer noch in funktionaler Hinsicht wird die Ausstattung der Pinakothek der Moderne so der Bedeutung des Museums gerecht werden können.

Die Stiftung entschließt sich, auch hier einzuspringen, und es gelingt ihr, Großspender für einen eleganten Terrazzo-Fußboden, eine hochmoderne Videoüberwachung auf neuestem Stand und die elektronische Lichtsteuerung zu akquirieren.

Der Freundeskreis der Stiftung Pinakothek der Moderne umfasst 226 Mitglieder. Mit ihren Beiträgen unterstützen sie die Stiftung jährlich mit insgesamt 200.000 DM. Geld, das viele wichtige Projekte ermöglicht.

Die Stiftung Pinakothek der Moderne erhält für ihr Engagement den Corporate Art Preis von Hubert Burda.

Siebzehn international bekannte Künstler (Baechler, Baselitz, Bevan, Brown, Chillida, Cragg, Cucchi, Förg, Kirkeby, Knoebel, Kounellis, Lüpertz, Paladino, Penck, Rainer, Sarmento und Scully) stellen auf Initiative der Stiftung und der Münchner Galeristen Bernd Klüser und Sabine Knust ein Graphikportfolio zusammen. Der Verkauf der Graphikmappe bringt einen Erlös von 450.000 DM und kommt ohne Abzüge dem Bau der Pinakothek der Moderne zugute.

 

 

 

 
     
1999 
 

Nachdem der Bau der Pinakothek der Moderne begonnen ist und auch im Jahr 1998 große Investitionen in die Ausstattung getätigt worden sind, ist das Stiftungsvermögen erschöpft. Dank großzügiger Spende von Baron Wilhelm von Finck, Rolf Becker, der Theo Wormland-Stiftung, Reinhold Würth und der Münchner Rückversicherung wächst es schnell wieder auf 2,5 Millionen DM an. Ziel ist es, die Sammlungen in der Pinakothek der Moderne in Zukunft aktiv bei ihrer Arbeit unterstützen zu können, ohne dafür das Stiftungsvermögen angreifen zu müssen.

 

 

 

 
     

2002 

Pinakothek der Moderne - Eröffnung 2002, lange Menschenschlange vor dem Eingang

 

Am 14. September wird die Pinakothek der Moderne endlich eröffnet. Die Bürger strömen ins Museum. Sie nehmen endlose Wartezeiten in Kauf, um endlich in Augenschein zu nehmen, worauf sie so lange warten mussten. Die Wochen nach der Eröffnung übertreffen alle Erwartungen und brechen alle Rekorde. Ein eindrucksvoller Beweis für die Bedeutung, die das neue Museum für die Münchner Bürger hat.

Die Spender der großen Beträge von über 500.000 DM, ohne die der Bau nicht hätte realisiert werden können, werden mit einer Tafel im Eingangsbereich und dem Ehrentitel „Erbauer der Pinakothek der Moderne“ gewürdigt. (Die Erbauer der Pinakothek der Moderne sind: Ars Europa Stiftung, Allianz AG, Rolf Becker, Otto Beisheim Stiftung, Bertelsmann AG, Wilhelm von Finck sen., Kirch Stiftung, Philip Morris GmbH, Süddeutscher Verlag, Theo Wormland-Stiftung, Reinhold Würth).

Das Spendenaufkommen beträgt zu diesem Zeitpunkt rund 26 Millionen DM.

 

     

 

Pinakothek der Moderne – Eröffnung 19.9.2002


 

 

 
     
2003 
 

Bereits im ersten Jahr kommen 1,3 Millionen Besucher in die Pinakothek der Moderne. Dieser Erfolg ist der schönste Dank für die erbrachte Leistung der vielen Spender.

 

 

  Pinakothek der Moderne – Besucher in der Rotunde

 

 

 
     

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