Campus to come – Museum neu denken

Mit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne 2002 hat die Stiftung ihr vorrangiges Ziel erreicht, in München ein Museum zu bauen, in dem die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts auf vielfältigste Weise sichtbar ist. Die Zusammensetzung von Architektur, Design, Grafik und Kunst ist einmalig in Europa und bietet die Möglichkeit, gattungsübergreifende Erfahrungen zu sammeln.

Dennoch fehlt es allen vier Sammlungen noch immer an Raum. Dieser war im Entwurf des Architekten Stephan Braunfels als zweiter Bauabschnitt mit Verwaltungsräumen und weiteren Ausstellungs- und Depotflächen vorgesehen. Besonders betroffen von der Raumnot ist die Staatliche Graphische Sammlung, deren Depot- und Verwaltungsflächen sowie deren Vorlegesaal sich unter schlechten Bedingungen in der Katharina-von-Bora-Straße befinden. Und auch die Sammlung Moderne Kunst, die Neue Sammlung und das TU-Architekturmuseum können nur Bruchteile ihrer Bestände zeigen und benötigen dringend mehr Platz für Sonderausstellungen und Neue Medien. Zudem könnte auch die Vermittlung räumlich und somit auch inhaltlich näher an das Haus gebunden werden.

Die Stiftung setzt sich darum für die Entwicklungsfelder der Pinakothek der Moderne ein und nutzt ihren Einfluss, die Dringlichkeit dieses Themas sowohl in der Politik, als auch in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Der Kunstcampus ist die größte innerstädtische Baufläche für Kultur in Europa. Die Bebauung und Nutzung dieses besonderen Areals zwischen der Pinakothek der Moderne, dem Museum Brandhorst und den Universitäten sehen wir als unsere aktuelle und zukünftige Aufgabe. Durch Belebung und Aufenthaltsqualität der Innen- und Außenflächen, Interdisziplinarität und Öffnung für Alle möchte wir einen kulturellen und sozialen Raum für die Stadtgesellschaft schaffen.